Familienbett - das erste Fazit (db)


Warum ein Familienbett?

Muss das sein? Ganz klar - NEIN! Aber mal Hand aufs Herz. Wie oft steht die Mutti oder der Papi nachts auf, weil das eine Kind sein Kuscheltier verloren hat, der andere den Schnuller, hier muss man noch mal Pipi machen, da will man was trinken, man hat schlecht geträumt oder sieht Schattenmonster im Zimmer? Bei uns war dies fast jeden Tag der Fall. Ok, wir haben auch 4 Kinder, da erhöht sich die Chance nie wieder richtig durchzuschlafen.

Durch unsere Urlaube im Wohnmobil, wo eh alles etwas beengter ist und man zusammenrücken muss, haben wir herausgefunden, dass sich das Schlafverhalten unserer Kinder - und auch unser eigenes - verändert hat. Man wird morgens zusammen wach, hat noch Zeit zu kuscheln, sich zu unterhalten und den anstehenden Tag zu planen. Und alles in entspannter Atmosphäre. Aus dem Urlaub wieder in die heimischen Betten ging das nächtliche Treppensteigen wieder von vorne los.

Da kam die Idee mit dem Familienbett gerade richtig. Am Wochenende haben wir eh die Kinder zum Wochenend-Morgen-Kuscheln im Bett. Warum nicht jeden Tag?

Was darf es denn sein?

Es gibt so unzählig viele Variationen ein Familienbett aufzustellen. Fragt man Onkel Google, bekommt man viele Ideen. Anfangs war ich noch fürs Selberbauen. Immerhin brauchen 5 Personen Platz sich auch mal strecken zu dürfen, ohne seinen Nachbarn eine Faust ins Gesicht zu befördern. Aber ich bin die einzige Handwerkerin und zeitlich passte es einfach nicht, da der kleine Silas ein echtes Schreikind war und ich froh war, dass ich "einfache Sachen" im Haushalt schaffte. Also entschlossen wir uns zwei 1,80m Betten aneinander zu stellen. Diese haben wir beim blau-gelben Schweden gekauft. So war das Familienbett sehr schnell aufgebaut und konnte bezogen werden. Die erste Nacht war aufregend. Die Kinder freuten sich, und Mutter voller Sorge, ob das denn alles so passt wie ich mir das erhofft hatte. Aber es stellte sich schnell wieder ein - dieses Urlaubsfeeling.

Die 1. Nacht - und? wie war´s?

Toll - das Fazit aller.

Die Kinder hatten ein Grinsen im Gesicht und freuten sich auf die Kuscheleinheit am Morgen. Der kleine Silas kletterte quietschend und hoch erfreut über uns. Wir Erwachsenen fühlten uns viel ausgeruhter, auch wenn wir wach wurden und uns an die Geräusche der Nacht gewöhnen mussten.

Vor- und Nachteile

  • Auch wenn man Nachts geweckt wird, man schläft schnell wieder ein
  • ungewohnt sind anfangs die Atem- und Bewegungsgeräusche der anderen
  • Wenn Silas Nachts noch eine Flasche braucht, könnten andere geweckt werden. Anfangs ja, mittlerweile schlafen sie so tief und fest, dass sie selbst das nicht mehr hören
  • keiner fühlt sich ausgeschlossen
  • Der Schlaf an sich von Mami und Papi ist viel fester. Man braucht nicht immer mit einem Ohr in den Kinderzimmern auf einer anderen Etage zu sein.
  • Wenn die große Krankheitswelle da ist mit Durchfall und Erbrechen, muss man damit rechnen, dass alle Kinder geweckt werden, wenn man versucht, mitten in der Nacht die Betten neu zu beziehen. Dann gibt es zwei Wege: entweder schlafen alle wieder schnell ein oder es gibt nächtliche Party
  • Und ganz nebenbei: Die Sexualität verschwindet nicht - sie verlagert sich nur :D

Und wie schlaft Ihr? Schreibt mir doch Eure Erfahrungen? Erlebt Ihr auch das Abenteuer Familienbett oder braucht Ihr Euren Freiraum? Ich bin gespannt :D



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Kommentare: 5
  • #1

    Julia B. (Sonntag, 18 Dezember 2016 21:48)

    Wir schlafen mit unserem 7 Monate alten Sohn auch im Familienbett. Man selbst möchte ja auch nicht allein im Bett, in einem anderen Zimmer und vom Partner getrennt schlafen und warum sollte man das dann seinem Baby zumuten? Sohnemann schläft zwar nicht durch aber wenn er quengelt ist durch "Handauflegen" meist schnell wieder Ruhe ohne lästiges Aufstehen.
    Für uns ist es morgens das schönste mit einem Lächeln geweckt zu werden und noch eine Runde zu kuscheln :-)

  • #2

    Skorpix (Montag, 19 Dezember 2016 17:42)

    Ich muss echt schmunzeln...bin auf weitere Geschichten gespannt.

  • #3

    Isabell Mihajlov (Dienstag, 18 April 2017 17:34)

    Hallo ihr Lieben Mamis, i

    ich finde Eurer Familienbett wunder wunder schön und wollte Fragen, ob Ihr nicht Lust hättet, es auf unserer Homepage in unserer kleinen Familienbett-Fotogallerie zu präsentieren. Wir würden uns total freuen :-) Ihr könnt ja gerne einmal reinschauen :-) http://familienbetten.net/fotogalerie/

    Wenn ihr mögt, könnt ihr uns gerne anschreiben unter info@familienbetten.net

    Ganz herzliche Grüße

    Isabell (Mami von zwei kleinen Jungs und überzeugte Familienbettschläferin :-D)

  • #4

    Krissi (Montag, 23 Juli 2018 23:14)

    Hallo an alle Muttis...
    Unsere Tochter schläft auch mit bei uns im Bett. �
    Ich genieße das so. Nun ist sie auch schon 7 Monate alt und entdeckt das krabbeln und klettern. Da sie dort auch tagsüber schläft ist meine Sorge, dass sie aus dem Bett fällt. (Wir haben ein sehr hohes Bett) Wie macht ihr das? Die Rausfallschutzsachen die es zu kaufen gibt, scheinen nicht so das wahre zu sein. Nachts, wenn wir ja daneben liegen, hab ich keine Sorgen nur halt tagsüber. Momentan leg ich mich aus Angstgründen daneben und warte, bis sie wieder wach wird, aber in der Zeit könnte ich was anderes machen. Lg und Danke schon mal im Voraus für die Antwort

  • #5

    Jennifer Held (Donnerstag, 26 Juli 2018 14:05)

    Hallo Krissi, kannst Du die Bettseite, an der Eure Tochter schläft bis an die Wand rücken? Dann hast Du eine Seite gesichert. Die Seite des Bettes zu “Euch“ hin kannst Du mit einem großen Stillkissen absichern. Einfach so hinlegen dass die Maus noch genug Platz zum Drehen hat. Über das Babyphon hörst Du dann ja wenn sie wach ist und kannst schnell reagieren. Liebe Grüße, Jenni von den Landmuttis