DIY: Spielecenter einfach selbst gemacht (jh)

Ist leichter selbst zu machen als es aussieht.
Ist leichter selbst zu machen als es aussieht.

Wir haben lange nach einem Spiel- oder Aktivitäten-Center gesucht, aber nichts gefunden, was uns gefallen hätte. Entweder fanden wir die Spielsachen für das gebotene Spielvergnügen zu überteuert, oder die Spielmöglichkeiten haben uns nicht gefallen, oder... ach es gab irgendwie nix. Also haben mein Mann und ich beschlossen so ein Center für den Mini-Helden als Weihnachtsgeschenk selbst zu bauen. Davon möchte ich Euch hier berichten.


Was sollte denn alles an das Spielecenter dran? 

Wir wollten verschiedene Materialien und Spielsachen anbieten, die bei Bedarf austauschbar wären. Daher haben wir als erstes im Spielsachen-Kasten des Mini-Helden geforscht, welches Spielzeug wir für ihn mit dem Center wieder interessant machen könnten. Gefunden haben wir das Ravensburger Ministep Spielcenter für den Babyknast sowie den Captain Calamari. Beides zu dem Zeitpunkt eher vernachlässigte Spielsachen.

 

Einen großen Griff, an dem sich Junior zum Spielen hochziehen kann hatten wir noch von unserer alten Küche übrig.

 

Als Brett kann eine MDF-Platte aus dem Baumarkt verwendet werden. Wir hatten das Glück, dass ein lieber Bekannter von uns aus seinem Messebaubetrieb noch Bauplatten übrig hatte.

 

Anschließend sind wir in den Baumarkt gefahren und haben einfach eingepackt was uns gegefallen hat. 

 

Als Material hatten wir somit:

1 Holzplatte 90 x 100cm groß

1 großen Griff

1 kleines Rad (wird normalerweise unter Kästen o.ä. montiert)

1 Funk-Gong (Türklingel) mit mehreren Melodien

1 LED-Birne mit wechselnden Farben und Fernbedienung

1 Birnenfassung mit Schalter

1 als Türklopfer getarnten Tragegriff für Truhen

1 Tigerkopf-Fahrrad-Quietschie

2 Kinder-Arbeitshandschuhe

1 Drück-Licht

einige Haken und Ösen

2 vorhandene Spielsachen

Mit Akkuschrauber und Holzschrauben geht die Arbeit ganz fix.
Mit Akkuschrauber und Holzschrauben geht die Arbeit ganz fix.

Und jetzt an die Arbeit:

Je nachdem welche Holzplatte man gekauft hat, muss diese zuerst abgeschliffen werden, damit die Kleinen sich keine Splitter in die Finger ziehen. Auch ist eine Grundierung mit ungiftiger Farbe möglich, hier darauf achten, dass die Farbe entsprechend gekennzeichnet ist.

 

Oder Ihr kauft eine Platte, die bereits vorbehandelt oder lackiert ist. Unsere Platte war bereits beschichtet, weshalb die Arbeit für uns entfallen ist.

 

Mein Mann hat die Platte rundum mit Panzertape abgeklebt, damit der Mini-Held sich auch hier nicht verletzen kann. 

 

Dreh- und Angelpunkt des Spielecenters ist bei uns der große Haltegriff. Von diesem Punkt aus haben wir mit Holzschrauben die einzelnen Elemente so angebracht, dass der Mini-Held einiges im Sitzen bespielen kann. Für andere Spielsachen muss er sich hinstellen und bei den höher gelegenen Dingen sich mal ordentlich strecken. So hat er gut zu tun. 

 

Den Captain haben wir einfach an einen Türhaken gehängt. So kann er bei Bedarf auch gegen anderes Spielzeug ausgetauscht werden. Das Ravensburger Spielcenter aus Stoff ist an zwei großen Ösen aufgehängt. 

 

Wie auf dem oberen Foto zu sehen ist, haben wir noch Platz gelassen. Hier wollen wir demnächst um einen zweiten Griff erweitern, um dem Mini-Helden etwas mehr zum Festhalten während des Spiels zu bieten. Und das eine oder andere Spielzeug kann demnächst dann auch noch dran.

 

Das Spielecenter muss vernünftig an der Wand befestigt werden. Wir haben eine Holzleiste mit Dübeln in der Wand befestigt und daran die Platte festgeschraubt. Man kann die Platte aber auch mit Dübeln direkt in die Wand schrauben.

Schön strecken, um das Quietschie zu erreichen
Schön strecken, um das Quietschie zu erreichen

Das neue Spielecenter im Praxistest:

 

Wir haben das Spielcenter jetzt seit einem Monat in Benutzung. Am Weihnachtsabend - da war Junior 8 Monate alt - haben sich eher die Erwachsenen daran versucht, mittlerweile hat der Mini-Held wieder alles für sich alleine. 

 

Seit Weihnachten entdeckt Junior sozusagen das Spielcenter jeden Tag ein bisschen mehr.  Zu Beginn hat er eher mit den Dingen gespielt, die er im Sitzen erreichen konnte. Mittlerweile zieht er sich aber geschickt an dem Griff hoch und erkundet von dort aus alles.

 

Absolutes Highlight ist für ihn die LED mit wechselnden Farben. Anfangs haben wir die Fernbedienung betätigt, jetzt drückt er selbst fleißig drauf rum und freut sich jedes Mal mit einem hellen Lacher, wenn die Farbe umspringt. Aber auch der zum Türklopfer umfunktionierte Griff bringt ihm jeden Tag viel Spaß.

Mit der rechten Hand festhalten, mit der linken Hand spielen.
Mit der rechten Hand festhalten, mit der linken Hand spielen.

Und was hat das gekostet?

Im Baumarkt haben wir 40 Euro ausgegeben, wobei die LED und der Funk-Gong mit jeweils 10 Euro am meisten zu Buche schlugen. 

 

Wer noch die Holzplatte kaufen muss, sollte etwas mehr Geld einplanen.

 

Wieviel Zeit nahm das in Anspruch?

Der Einkauf im Baumarkt hat etwa 20 Minuten gedauert, die anschließende Bohrerei eine Stunde. Insgesamt haben wir in weniger als 90 Minuten das Spielecenter zusammenbekommen.

Für uns und den Mini-Helden hat sich die Mühe gelohnt. Er hat sehr viel Spaß an dem Spielecenter, an dem wir bestimmt noch das eine oder andere Spielzeug befestigen werden.

 

Wir wünschen viel Spaß beim Bauen, Basteln und gemeinsamen Spielen!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0