Testbericht zu Kilenda - Teil 1 (jh)

Eigentlich bin ich bekennende Babybörsen-Schnapperin. Der Mini-Held wächst so unfassbar schnell, dass wir eigentlich gar keine brandneue Kleidung kaufen. Viele Kleidungsstücke nähe ich selbst, aber eben nicht alles. Und wenn der Mini-Held mal wieder meinte über Nacht die alte Kleidergröße abzulegen, war ich bisher immer froh darüber, die nächste Größe schon parat zu haben.

 

Im Internet bin ich dann aber auf "Kilenda" gestoßen. Hier kann man Baby- und Kinderkleidung sowie Umstandsmode mieten. Mieten? Wie soll denn das gehen?

 

Meine Neugier war geweckt. Hier kommt der 1. Teil meines Kilenda-Testberichtes, in dem es u.a. um Bestellung, Versand & Co geht. Viel Spaß!


Ganz, ganz oft habe ich mir gedacht: Zum Glück hast Du das nicht alles neu gekauft. Jedenfalls waren die Babybörsen für uns bisher immer gute Anlaufpunkte, um sehr gut erhaltene Kleidung zum Schnapperpreis zu kaufen.

 

Bei facebook habe ich dann öfter Werbung von Kilenda gesehen. Und da ich ein furchtbar neugieriger Mensch bin, hab ich mir gedacht: Kleidung mieten? Das klingt so verrückt, das musst Du mal ausprobieren. Als netten Anreiz gabs dann auch noch einen Gutschein für einen Gratis-Monat für 3 Kleidungsstücke dazu (der Wert war bei uns schließlich 19,83 Euro). 

 

Mein Mann hat übrigens ziemlich sparsam geschaut, als ich ihm von meinem Vorhaben berichtet habe. “Der Kleine hat doch schon soviel Kleidung“, war sein Einwand. Da muss ich ihm Recht geben. Und die Sachen, die dem Zwerg nicht mehr passen türmen sich mittlerweile in zahlreichen Kisten und Kartons auf dem Dachboden. Vor dem letzten Babybasar waren es zehn Kartons nur für Kleidung in den Größen 56 bis 74. Au weia. Jetzt sind es immerhin noch acht Kartons plus Zubehör wie Decken, Tragetücher & Co. 

 

Ein weiterer Anreiz also, um Kilenda auszuprobieren. Aber, nehmen die die Sachen tatsächlich zurück, wenn ein Racker wie unserer diese wochenlang wahrlich durchgenudelt hat? Ich bin gespannt.


Online miet-shoppen:
Auf der Webseite von kilenda habe ich mich gut zurecht gefunden. Direkt auf der Startseite kann man, wenn man denn möchte, die Voreinstellung nutzen, ob man für Mädchen, für Jungen oder Umstandsmode shoppen möchte. Also mieten möchte. Es gibt aber auch die Möglichkeit über das Menü sich das Gewünschte anzeigen zu lassen.

Zur Vorauswahl Junge habe ich noch die Filter für Größe 80 und Frühlingskleidung ergänzt. Ich wollte ja keinen Wintermantel haben.

Mir wurden 351 Kleidungsstücke zur Auswahl angezeigt. Himmel, die Qual der Wahl. Da ich aber erstmal nur testen wollte, habe ich mich für zwei Hosen, einen Pullover, ein Longsleeve und den tatsächlich dringend benötigten Schlafsack entschieden.


Marken und Kosten:

Eine Hose von Sigikid, eine Hose von Marco Polo, den Schlafsack von Steiff,  den (oder das?) Longsleeve von Kanz, den Pullover von Blue Seven... da hab ich markentechnisch aber ordentlich zugegriffen. Eigentlich muss ich sagen hat mir die Auswahl (fast) nur bekannte Marken angezeigt. Fast, weil ich eben auch nicht alle Marken kenne. 

 

Bei jedem Kleidungsstück ist aufgeführt, ob es sich um Neuware oder bereits gebrauchte Ware handelt. Die gebrauchten Stücke lagen im Mietpreis dann auch unter den neuen Klamotten. 

Die Hosen und der Schlafsack wurden als neu beworben, die Oberteile als gebraucht aber “wie neu“. 

 

Das teuerste Stück war der Schlafsack von Steiff mit zehn Euro Miete pro Monat. Das Günstigste war das Shirt von Kanz mit 1,99 Euro. Der Pullover schlug mit 3,12 Euro zu Buche, die Sigikid-Hose mit 5,50 Euro und die Hose von Marco Polo mit 4,33 Euro. Machte insgesamt 24,94 Euro als Miete pro Monat. Da ich noch den Gutschein hatte reduzierte sich der Betrag auf knapp 5 Euro. Damit waren aber wieder Versandkosten fällig, die sonst ab 15 Euro Mietpreis wegfallen.

Bei jedem Kleidungsstück ist bei dem Preis auch vermerkt, nach wie vielen Monatsmieten man den Einkaufspreis erreicht hat. Dann darf man Kleidungsstück behalten. So zahlt man nach Kilenda-Angaben nie mehr als im normalen Einkauf.

 

Ich Nuss hab dann einfach die Versandkosten bezahlt weil ich ja dachte, ich will nur mal probieren und auch nicht wusste, ob mir die Sachen überhaupt gefallen würden. Tja. Erst im Nachhinein ist mir klar geworden, dass ich Kleidung, die mir nicht gefällt direkt wieder zurückschicken kann und dann wohl auch den Mietpreis zurück bekomme. Oh man. 

 

Vor dem Bezahlen kann man sich übrigens aussuchen, ob die Ware in einem neuen Karton ankommen soll oder ob Kilenda einen gebrauchten Karton von einer Rücksendung verwenden darf. Eine schöne Idee, um Verpackungsmüll zu reduzieren. Wegen der Fotos für den Blog habe ich mich aber für einen neuen Karton entschieden.

Versand und Auspacken:

Ich habe Freitags bestellt, während der Mini-Held geschlafen hat und das Kilenda-Paket kam direkt am darauffolgenden Tag bei mir an. Ich war ehrlich gesagt platt, das hatte ich nicht erwartet.


Gespannt habe ich das Paket geöffnet. Die Kleidung war in Papier eingeschlagen und sorgfältig gefaltet. Und tatsächlich, was als neu deklariert gewesen war kam auch als Neuware mit Schild an. Die gebrauchten Oberteile waren gereinigt, rochen angenehm sauber und hatten weder Flecken noch Löcher. Also alles top.

Es lagen noch ein netter Gruß, Süßigkeiten und eine Erläuterung wie kilenda funktioniert bei.


Während mir die Stoffhosen sogar noch besser gefielen als im Online-Shop, fand ich das Kanz-Oberteil dann erstmal doch nicht so toll. Hm. Wir haben trotzdem alles erstmal behalten, gewaschen und in den Kleiderschrank gelegt.

Ab geht die Kleidung:

Ich hab dem Mini-Helden die gemietete Kleidung jetzt nicht extra jeden Tag angezogen, sondern sie in den Schrank gelegt und dann rausgeholt als sie sozusagen turnusgemäß dran war. Sie soll ja weder überstrapaziert noch geschont, sondern normal getragen werden. 

Und siehe da, als Junior das Kanz-Oberteil anhatte stand es ihm sehr gut. Also alles wieder okay.

 

Auch das zweite Outfit mit Sigikid-Wendehose und Pullover hat mir gut gefallen. Mir ist wichtig, dass es der Mini-Held bequem hat weshalb ich bei Hosen meistens zu weichem, etwas dehnbarem Material greife. 

 

Der Steiff-Schlafsack ist ebenfalls ordentlich im Einsatz und wird gut angenommen.


3,5 Wochen später...

...ist der Mini-Held aus der Größe 80 fast herausgewachsen. Jedenfalls werden Ärmel und Hosenbeine langsam etwas knapp. Deshalb werden die Hosen und Oberteile jetzt den Rückweg antreten. Ob Kilenda die Kleidung wie angepriesen tatsächlich so zurück nimmt? Es sind keine Löcher o.ä. drin, aber da sie auch nicht geschont wurde ist sie wahrlich nicht mehr neu. Ich bin jedenfalls gespannt.

 

Steht jetzt noch die Frage im Raum, ob wir wieder bestellen werden. Wir wollen uns jetzt hinsetzen und ausrechnen, wieviel uns die Kleidung für die nächste Größe 92 (weil die Größe 86 natürlich schon im Schrank schlummerte) neu gekauft kosten würde und das dann mit den kilenda-Preisen vergleichen. Was wohl dabei herauskommt?

 

Und mich würde interessieren, wie Kilenda genau die Mietpreise festlegt. 

 

Ich bleibe jedenfalla dran und berichte.

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