Schau mir in die Augen, Kleines... oder oder ab wann steht Babys Augenfarbe endgültig fest? (sb)

Auch wir Landmuttis haben uns, wie viele andere Eltern, nach der Geburt gefragt: "Welche Augenfarbe wird mein Kleines später einmal haben und ab wann zeichnet sich diese ab? Behält er oder sie die blauen Augen von Mama, oder setzen sich Papas braune Augen durch?" Ich bin also einmal etwas tiefer in die Wissenschaft eingestiegen und habe mich schlau gemacht, denn so einfach ist diese Frage nicht zu beantworten. 

 

 


Welche Rolle spielt der Farbstoff Melanin?

 

Babies europäischer Abstammung erblicken in der Regel durch blaue Augen das Licht der Welt. Babies mit asiatischen, lateinamerikanischen oder afrikanischen Wurzeln haben oftmals bereits bei der Geburt braune Augen. Eine große Rolle bei der Farbgebung spielt der körpereigene Farbstoff Melanin. Er wirkt auf die Pigmentierung der Eigenschicht der Iris, also der Regenbogenhaut des Auges, ein. Bei Babies mit blauen Augen ist fast kein Melanin vorhanden und somit erscheinen die Augen blau. Der Gehalt an Melanin kann sich im ersten Lebensjahr verändern und auf die Augenfarbe einwirken. Dies ist genetisch bedingt. Je höher der Melaningehalt, desto dunkler wird auch die endgültige Augenfarbe sein.

 

Wann steht die Augenfarbe denn endgültig fest?

 

Dunkle Augen verändern sich in der Regel nicht mehr stark. Bei den blauäugigen Zwergen kann sich die Augenfarbe im Laufe des ersten Lebensjahres verändern und steht in der Regel um den ersten Geburtstag herum endgültig fest. Die Betonung liegt auf „in der Regel“.  Es gibt in der Tat wenige Ausnahmen, bei denen sich bis zur Pubertät noch etwas in Sachen Augenfarbe tut. Also benötigen so manche Eltern eine ganze Portion Geduld.  

 

Babys Augenfarbe vorhersehen oder wie war das nochmal mit dem Biologieunterricht?

 

So- nun wird es hochwissenschaftlich :-) - Dunkel ist uns noch aus dem Bio-Unterricht bekannt, dass es in der Vererbungslehre die zwei Begrifflichkeiten dominant und rezessiv gibt gemäß der Mendelschen Vererbungslehre (wir erinnern uns- Johann Gregor Mendel untersuchte anhand von Erbsenpflanzen die Grundlagen der Vererbungslehre. Merkmale, die sich durchsetzten, bezeichnete er als dominant, die die unterdrückt wurden, als rezessiv). Die Augenfarbe ist genetisch bedingt und es sind dabei nach heutigem Stand gleich mehrere Gene daran beteiligt. Die Funktion zweier in der Forschung entdeckter Gene gilt mittlerweile als gesichert. Im ersten Gen gibt es zwei Varianten, nämlich die für braune und die Variante für blaue Augen. Im zweiten Gen liegen Ausprägungen für grüne und blaue Augen vor. Das genetische Merkmal für braune Augen wird am dominantesten und stärksten vererbt, danach folgt grün, dann blau und grau wird am schwächsten und untergeordnetsten vererbt. Wenn beide Eltern braune Augen haben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das Baby auch durch braune Augen die Welt entdecken wird. Was die Sache aber etwas komplex macht, ist, dass jedes Gen in zwei Kopien vorliegt. Somit können auch rezessive untergeordnete Merkmale (z.B. blaue Augen) an die nächste Generation weitervererbt werden, wenn sie bei den braunäugigen Eltern zwar als Kopie vorliegen, aber nach außen nicht sichtbar werden. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch geringer. Außerdem geht man davon aus, dass es weitere Genmutationen geben, kann, die Einfluss auf den Melaningehalt nehmen, was wiederum die verschiedenen beim Menschen existenten Schattierungen erklärt.

 

Als Fazit lässt sich sagen, dass eine hundertprozentige Vorhersage der Augenfarbe beim Baby nicht möglich ist und ihre Entstehung wie so Einiges rund um unsere neuen Erdenbürger immer noch ein kleines Rätsel bleibt.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0