Gartenarbeit mit Kleinkind (jh)

Erinnert Ihr Euch noch an den Artikel "Dreckfressen Deluxe"? Vier Monate ist es her, da habe ich über die Gartenarbeit mit dem krabbelnden Mini-Helden berichtet. Mittlerweile läuft der Mini-Held ja munter umher - was das Zusammensein im Garten wirklich extrem entspannt hat. Oder bin ich entspannter geworden? Oder ist es ein Zusammenspiel aus beidem?


Im Frühling entdeckte der Mini-Held noch krabbelnd den Garten. Das fand ich richtig schön und ich habe mich sehr darüber gefreut - gleichzeitig hat es mich mitunter sehr gestresst. Gefühlt nichts war vor ihm sicher, überall musste er drauf und drüber und drunter...

Seit er läuft hat sich die Situation extrem entspannt. Obwohl ich ehrlich gesagt zu Anfang das Gegenteil befürchtet habe, ist die Zeit im Garten für die ganze Familie mittlerweile einfach schön. Das liegt an mehreren Faktoren. Zum einen stopft sich der Mini-Held nicht mehr alles in den Mund. Zum anderen hat er durch das Laufen eine ganz neue Bewegungsfreiheit dazugewonnen, die vieles vereinfacht. So kann er sich das benötigte Spielzeug vom Sandeimer bis zum Dreirad selbst holen. Hierzu haben wir eine Mülltonnenbox zum Spielwarenlager umfunktioniert. Das können (zumindest im Augenblick) nur die Erwachsenen öffnen und schließen, dafür passt dort fast das gesamte Outdoor-Spielzeug hinein. Wir öffnen sozusagen den "Spielwarenladen" und der Kleine kann sich nach Belieben bedienen. Daran hat er so großen Spaß, dass er sein geliebtes Puky Wutsch und das Dreirad sogar wieder dort einparkt, bevor er sich das nächste Spielzeug holt.



Unser Garten besitzt eine große Terrasse und mitten durch den Rasen führt ein gepflasterter Weg. Da das ursprüngliche Haus aus den 1950ern stammt gehen wir davon aus, dass dies der "Arbeitsweg" zwischen Gemüsebeeten, Obstbäumen und Co war. Als der Mini-Held im Krabbelalter war hab ich den Weg regelrecht gehasst, da er sich hier dauernd die Hände aufgeschrammt hat (Ihr erinnert Euch an die Handschuhe?) oder mit dem Gesicht den Boden geknutscht hat. Und natürlich wollte er lieber hier als auf dem Rasen krabbeln. Jetzt ist der vormals verhasste Weg die ideale Rennstrecke, auf der Junior hin- und herflitzt. Einfach herrlich mit anzusehen, wie er jauchzend seinen kleinen Fuhrpark (wer jetzt behauptet seine Kinder hätten keinen Fuhrpark möge doch nochmal ehrlich nachzählen gehen :)) ausfährt.

 

Mit seinen 15 Monaten weiß der Mini-Held auch ganz genau, was ein "Nein" oder ein lautstarkes Räuspern bedeuten. So muss man nicht immer direkt daneben stehen, wenn er den Garten erkundet sondern kann selbst in den Beeten wühlen und muss nur immer mal wieder nachschauen, was Junior da so treibt.

 

Mittlerweile hat der Mini-Held auch eine kleine Mini-Gartenausrüstung. So stapft er mit dem Mini-Rasenmäher hinter dem Papa her, während der den Rasen mäht. Ich könnte mich jedes Mal wegschmeißen vor Lachen, wenn er meinen Mann original kopiert. Oder er hilft mir mit der Mini-Gießkanne die Rosen zu gießen und ist ein fleißiger Unkrautjäter geworden. Wobei er das Unkraut dann doch lieber in meinen Arbeitseimer wirft und seinen Sandeimer dafür sauber lässt. Natürlich landet auch hin und wieder mal eine wunderschöne Rosenblüte im Unkrauteimer, aber da Junior einen dabei so zuckersüß anlächelt ist auch das nicht schlimm. Mit der Mini-Schubkarre fährt er gerne verschiedene Steine durch den Garten und nach getaner Arbeit lässt er sich - ganz dem Vorbild der Eltern folgend - mit einem Seufzer auf der Mini-Gartenbank nieder.

 

Und wenn es im Sommer dann doch zu heiß für Gartenarbeit ist füllt Papa den Wasser- und Matschtisch mit lauwarmem Wasser und wir schauen einfach nur völlig entzückt unserem Junior dabei zu, wie er mit Schaufeln, Eimern oder den bloßen Händen herummatscht. Wenn das dann als Abkühlung immer noch nicht reicht wird die große Wasserbütt aufgestellt, das Wasserspielzeug herausgeholt und dann beginnt die Terrassen-Wasserschlacht zu Nemmenich. Was gibt es Schöneres...


Auorin: Landmutti Jennifer Held

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