Landmuttis Ausflugstipp: Das Aktivi-Kinderabenteuerland (jh)

Des Mini-Helden Lieblingstante war zu Besuch und eigentlich hatten wir alle zusammen einen Familienausflug in das Freilichtmuseum Kommern geplant. Aber an dem besagten Morgen schüttete es wie aus Eimern, weshalb wir den Museumsbesuch verschoben und uns kurzfristig dazu entschlossen nach Kall ins Aktivi-Kinderabenteuerland zu fahren. Wir hatten schon viel darüber gehört, waren aber noch nie da gewesen. Denn schließlich war der Mini-Held zwar zu dem Zeitpunkt schon gut zu Fuß aber dennoch erst 16 Monate alt. Würde das Aktivi tatsächlich auch viel Spaß für unseren Knirps bieten?

 

Mehr als schief gehen kann es nicht - dachten wir und fuhren los.



Da wir noch Sommerferien hatten öffnete das Aktivi an diesem Tag zum Glück schon um 10 Uhr. Dies ist nur an Wochenenden, Feiertagen und Ferien der Fall, ansonsten öffnet das Aktivi unter der Woche um 14.30 Uhr.

 

Wir wurden an der Kasse freundlich empfangen und freuten uns schonmal über die Preise: Der Mini-Held hatte freien Eintritt, da er noch keine 2 Jahre alt ist. Und wir 3 Erwachsenen (Mama, Papa und Lieblingstante) zahlten je 3 Euro. Bei vielen anderen Indoor-Spielplätzen zahlen Erwachsene den vollen Preis, hier jedoch kamen wir relativ günstig weg. Klasse.

 

Während mein Mann und ich noch das riesige Abenteuer-Klettergerüst bestaunten, hatten Junior und Tante schon ihre Schuhe ausgezogen und stiefelten davon. Wir suchten uns einen der Tische aus, um unsere Sachen abzulegen und bemerkten vor allem eines: es war angenehm ruhig. Um diese Uhrzeit waren noch zwei andere Familien mit Kleinkindern da, ansonsten hatten wir die 2.000 Quadratmeter große Halle nahezu für uns alleine.

 

Und der Mini-Held hatte seinen Spaß! Zuerst kletterte die Lieblingstante mit ihm die riesige, mehrere Meter hohe Hüpfburg-Rutsche hinauf. Zusammen sausten sie dann hinunter. Unten angekommen sah man dem kleinen Mann an, dass er erst noch überlegen musste ob er das jetzt toll fand oder nicht. Den Bruchteil einer Sekunde später riss er jauchzend die Arme hoch, sprang auf und hüpfte wieder in Richtung der Treppe. Ich weiß nicht mehr wie oft wir mit dem Zwerg an diesem Vormittag diese Rutsche hochgeklettert und wieder runtergrutscht sind. Während wir dann wahrlich genug hatten zeigte er immer noch mit dem Finger darauf und wollte mehr.

 

Das 7,5 Meter hohe Abenteuer-Klettergerüst ist DAS Highlight im Aktivi. Im "Erdgeschoss" konnte der Mini-Held schon vergnügt durch die Gänge rennen, über dicke Matten klettern, sich durch leichte Boxsäcke kämpfen oder durch die Walze springen. Anschließend ging es dann immer höher und höher, jedes Stockwerk bot andere Bewegungs- und Klettermöglichkeiten. Bei der Softball-Kanonen-Area habe ich mich dann als "Kugel-Anreicher" betätigt während der Junior die Kanone lud, mit der mein Mann dann grinsend seine Schwester beschoss, die an einer der anderen Kanonen saß. Pädagogisch wertvoll? Nicht die Bohne! Aber es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht.

Ich hab mich an der Stelle dann aus dem Klettergerüst ausgeklinkt, die anderen sind mit Junior noch einige Kletterstationen höher gestiegen und schließlich über eine lange Rutsche wieder im Erdgeschoss gelandet. Und während der Mini-Held grinsend die nächste Attraktion ansteuerte, stand uns Erwachsenen langsam der Schweiß auf der Stirn.


Auf der großen Hüpfburg haben wir uns Erwachsenen dann ein wenig ausgeruht während Junior hier hin und her sprang.

 

Als sich die Halle gegen Mittag dann füllte und der Mini-Held bei den stürmischen Spielen der Größeren langsam aber sicher drohte den Kürzeren zu ziehen, habe ich für uns alle das Mittagessen bestellt und mein Mann hat mit Junior noch einen Platz auf den heiß begehrten Trampolinen ergattert. Bis die Chicken Nuggets, Pommes Frites und Bratwürste auf dem Tisch standen drehte Junior noch einige Runden mit dem Bobbycar, wurde von mir nochmal zur Riesenrutsche hochgeschleppt und probierte das Bällebad im Kleinkindbereich.

 

Der Baby- und Kleinkindbereich ist mit Bällebad, Rutsche & Co sehr liebevoll gestaltet. Aber für den Hüpfezwerg war das schon zu langweilig. Da sprang er lieber noch eine Runde auf dem Trampolin. Die große Elektro-Bahn mit Motorrädern und Rennwagen war leider noch nichts für ihn. Dafür standen aber andere Fahrzeuge wie das Bobby Car für ein paar vergnügte Runden bereit.

 

Da das Aktivi an den Aktivpark Kall angeschlossen ist profitiert es auch von dessen Küche (soweit wir verstanden haben). Die Preise waren sehr familienfreundlich und die Auswahl von frischen Salaten bis Pommes angemessen. Uns hat es geschmeckt und wir waren mehr als satt.

Während unseres Mittagessens hatte sich das Aktivi wirklich gut gefüllt, jetzt waren hier vor allem Schulkinder "unterwegs".


Insgesamt haben wir 2,5 Stunden im Aktivi verbracht und waren nachher müde aber glücklich über den gelungenen Vormittag. Junior hat anschließend ganze 3 Stunden Mittagsschlaf gemacht - 2,5 Stunden davon in meinem Arm, denn auch ich war zuhause platt ins Bett gesunken.

 

Für Familien mit Kleinkindern empfehlen wir den Vormittag, wenn es noch nicht so voll ist. Die Atmosphäre war absolut entspannt. Zwar waren bei den älteren Kindern keine Raufbolde dabei, aber es macht eben doch einen Unterschied ob ein Kleinkind mit einem anderen Kleinkind auf der Hüpfburg springt, oder mit einem 10-jährigen.

 

Wir waren garantiert nicht zum letzten Mal im Aktivi und freuen uns schon jetzt auf den nächsten Besuch!

 


Autorin: Landmutti Jennifer Held

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