Mini-Apfelernte mit dem Mini-Helden (jh)

Als die ersten Äpfel begannen herunterzufallen war klar: jetzt ist Erntezeit für die Säulenäpfel im Garten. Doch so üppig wie in der Fantasie zuvor ausgemalt fiel die Ernte leider nicht aus.


Wir essen sehr gerne Äpfel: als Kompott zum herrlichen Pfannkuchen, als Mus zum leckeren Grießbrei, als köstlichen Saft, als Gelee zum frisch gebackenen Brot, aus dem Ofen mit Vanillesauce... ich könnte glaub ich ewig so weiterschreiben. Da wir im Garten aber leider keinen Platz für einen großen Apfelbaum haben, entschieden wir uns für Säulenobst. Insgesamt vier kleine Apfelbäumchen haben wir gepflanzt. 


Wir entschieden uns für die Sorte Redlane. Das ist ein roter, eher kleiner Apfel, der sich gut für Kuchen und Kompott eignet, da er leicht sauer schmeckt. Aber auch einfach so zwischendurch ist er sehr lecker.


Tja. Im ersten Jahr gabs in der Blütezeit leider einen Sturm, weshalb genau zwei Äpfel geerntet werden konnten. Jetzt im zweiten Jahr haben drei von vier Bäumen gut getragen. Baum Nummer vier hat tolle Blätter produziert, aber nicht einen einzigen Apfel. 


Leider zogen Ameisen auf den dritten Baum, was wir aber zu spät bemerkten. Auf die Tiere hatte der Baum wohl keine Lust, zumindest sein Obst nicht. Die unreifen Früchte fielen ab. Oh je.

An Baum Nummer zwei hängen die Äpfel noch fest dran, also noch keine Erntezeit. Aber Baum Nummer eins ist jetzt soweit.


Als der Mini-Held mir stolz einen kleinen roten Apfel präsentierte dachte ich Rabenmutter natürlich zuerst, dass Junior ihn abgepflückt hätte. Bei genauerem Hinsehen wurde mir aber klar, dass unter Säulenapfel Nummer eins weitere Äpfel lagen. Jippieh, die Erntezeit konnte beginnen.


Jeder bewaffnet mit einem Sandeimer zogen Junior und ich los, um die reiche Ernte einzufahren. Naja, der Baum trug weniger Äpfel als erhofft, aber sie leuchteten schön rot durch die grünen Blätter. 

In meinem kleineren Sandeimer landeten drei Äpfel, die das Zeitliche schon lange gesegnet hatten. Und in Juniors Eimer die leckeren, saftigen Äpfel für uns. 


Voller Tatendrang sammelte der Mini-Held zuerst alle Äpfel vom Boden ein. Dann pflückten wir gemeinsam den Rest vom Bäumchen. Junior lachte dabei und bestaunte immer wieder seine Ernte im Sandeimer. Ganz stolz trug er den vollen Eimer dann in die Küche und hätte fast die Äpfel auf den Boden ausgekippt beim Versuch, den Eimer auf den Küchentisch abzustellen. Sichtlich zufrieden klatschte er in die Hände und ging wieder raus, um eine Runde mit dem Mini-Traktor zu drehen.


Wir haben nur 12 Äpfel geerntet und trotzdem habe ich mich darüber gefreut, wieviel Spaß der Kleine bei der Aktion hatte. Und dass er so langsam lernt, dass unser Essen eben nicht im Supermarkt wächst. Den ersten Apfel habe ich dem Mini-Helden am Abend dann in seinen Grießbrei gerieben. 


Ich denke wir müssen uns jetzt einmal intensiver mit dem Düngen der Bäumchen befassen, damit im nächsten Jahr mehr Äpfel wachsen. Den Schnitt hingegen haben wir schon ganz gut raus. Und als nächstes möchten wir Himbeeren pflanzen. Dann haben wir noch mehr leckeres Obst zum Ernten.


Autorin: Landmutti Jennifer Held

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