Dorfleben: Tiermarkt in Kommern (jh)

Auch als Großstadtkind hatte ich recht viele Haustiere. Oftmals haben wir die Tierchen von Freunden aus deren Wurf bekommen oder im Tiergeschäft gekauft. Umso erstaunter war ich, als ich nach unserem Umzug "aufs Land" erfuhr, dass es in unserer Region einen Kleintiermarkt gibt: Mit Hühnern, Enten, Ziegen, Kaninchen, Meerschweinchen, Vögeln und mehr. Das ist der Kleintiermarkt Mühlenpark Kommern, der bei passender Witterung bis Oktober jeden dritten Sonntag im Monat stattfindet.


Da der Knirps kleine Tiere - ganz besonders Hasen und Hühner - wahnsinnig toll findet, sind wir eines morgens  hingefahren. Nach einem Blick auf die Internetseite des Kleintiermarktes Kommern war uns klar, dass mit mehr als 1.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche bestimmt einiges geboten werden muss.

 

Der Markt findet jeweils von 8 bis 14 Uhr statt. Wir haben uns nach dem Frühstück relativ gemütlich auf den Weg gemacht und waren um 10 Uhr dort. Allerdings bedeutete dies: Warten in der Autoschlange. Wahnsinn wie viele Menschen zu diesem Markt "pilgern". Wir hatten Glück, dass vor uns ein Auto wieder ausparkte und wir auf dem mehr als gut gefüllten Parkplatzes des Mühlenparks Kommern in Ruhe auspacken konnten.

 

Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene zahlen 2,50 Euro für den Eintritt zum Kleintiermarkt. Das hat uns zunächst verwundert, wir wurden aber schnell und freundlich aufgeklärt: Für die Durchführung des Kleintiermarktes sind verschiedene Genehmigungen sowie die Anmietung des Geländes nötig. Daher haben wir unsere 5 Euro für zwei Erwachsene gerne gezahlt.



Hinter der Kasse stehen auch schon die ersten Züchter und bieten sozusagen alles an Kleintieren, was man auf einem typischen Hof finden kann: Hühner, Gänse, Enten, Meerschweinchen, Kaninchen und Hasen. Zusätzlich gibt es auch Vögel, Fische und sogar Besonderheiten wie den afrikanischen Weißbauchigel. Ebenso werden Tierfutter, Zubehör und Blumen geboten. Den Veranstaltern geht es bei dem Markt auch darum die Vielzahl an Tieren zu präsentieren, die in menschlicher Obhut gehalten werden. Darunter befinden sich auch seltene oder sogar vom Aussterben bedrohte Rassen. Unter den Verkäufern befinden sich gleichermaßen professionelle Züchter wie auch Hobby-Tierhalter.

 

Und so bekam der Mini-Held an jedem Stand größere Augen: Braune Hühner, graue Hühner, weiße Hühner, kleine Kaninchen und riesige Hasen, lustig umherhüpfende Vögel und und und.

Als ehemaliges Großstadtkind konnte ich dann auch noch einiges dazu lernen: Es gibt tatsächlich Hühner, die blaue Eier legen. Und welche, die grüne Eier legen.

 

Unter den Besuchern befanden sich zahlreiche Familien mit Kindern und Jugendlichen, die dort nicht nur ein neues Haustier gekauft haben, sondern sich von den Züchtern umfassend über die artgerechte Haltung informieren konnten. Zu jedem Tier gab es die Kontaktdaten des Züchters dazu, der auch später immer noch gerne Rede und Antwort steht.


Nach gut 1,5 Stunden hatte der Mini-Held dann aber genug gesehen wir traten den Heimweg an. Auf der Rückfahrt hat der Zwerg noch begeistert von den vielen Tieren erzählt. In diesem Jahr gibt es mit Sonntag, 16. September 2018 und Sonntag, 21. Oktober 2018 nur noch zwei weitere Markttermine. Für dieses Jahr ist unser Wissensdurst gestillt aber wir freuen uns schon darauf auch im nächsten Jahr wieder zum Kleintiermarkt Kommern zu fahren.


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